Wissenswertes über die Josefskirche
Wie in vielen Rheintalgemeinden wuchs auch Bruchsal in den Nachkriegsjahren westwärts. Für die zu
erwartenden über 3500 Katholiken wurde in den 60-er Jahren das Pfarrzentrum erbaut. In dem Karlsruher
Architekten Rainer Disse (*5.5.1928) wurde ein renommierter Kirchenbaumeister gewonnen, der das
apokalyptische Bild: "Seht Gottes Zelt mitten unter den Menschen" (Apk.21,3) sichtbar als Zeltkirche
mit einer kühnen Dachkonstruktion in die neue Wohngegend schuf.
Der Altar sammelt alle Blicke von jedem Platz in der Kirche. Das sich nach vorne neigende Kreuz über
dem Altar vom Bruchsaler Künstler Theo Diel (* 17.11.1927) verdeutlicht: "So sehr hat Gott die Welt
geliebt, dass Er Seinen Sohn für uns dahingab" (Joh.3,16). Jeden Samstagabend (18 Uhr) danken im
vollen Gotteshaus mit ca. 600 Sitzplätzen die Kirchenbesucher Gott für diese großartige Erlösungsbotschaft
und schöpfen aus dieser Feier für den Alltag Kraft. Die den Kirchenraum prägenden Fenstermotive entwarf
der Karlsruher Künstler K.J. Overkott:
Alle Farbfacetten des Menschseins, Freud, Leid bis hin zum Tod, werden im Nordostfester überstrahlt
vom hellen Licht der Auferstehung. Auch das Südwestfenster zeigt in der "heiligen Stadt - dem himmlischen
Jerusalem" (Apk.21,2) das Ziel unseres menschlichen Daseins. Altar, Tabernakel, Vortragskreuz,
Altarleuchter und Taufstein entwarf der Münchner Künstler Wilhelm Müller.
Die klangvolle Orgel entstammt der Hardtheimer Orgelmanufaktur Vleugels.
Seit dem ersten festlichen Gottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag 1964 geben wir gerne in dieser sehr
ansprechenden Josefskirche Gott die Ehre.
Pfarrer Edgar Neidinger
